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Krakau mit Plaszow
Die zweitgrößte Stadt Polens entdecken
 

28.04.2019. Krakau wird mir für immer in Erinnerung bleiben! Einmal als wunderschöne Stadt und als mein Lehrmeister des Tankens. Als erstes Ziel unserer Polenreise in Richtung Auschwitz, habe ich einen kleinen Umweg über Krakau gemacht. Die Stadt liegt nicht weit weg von Auschwitz und meine Neugier war groß. Noch nie war ich vorher in Polen und wusste nichts über Krakau. Ich rechnete mit den mir bekannten Klischees und erlebte eine große Überraschung. Der Fleck auf der Landkarte entpuppte sich beim Auskundschaften als ein wunderschöner Schmetterling der Architektur. Auf dem Rad ging es von Kirche zu Kirche. Alle Gebäude waren offen, alle ohne Eintritt und eine größer und prächtiger als die Andere. Krakau ist vielen Menschen durch den Film "Schindlers Liste" bekannt, sollte aber auf keinen Fall darauf reduziert werden. Neben der Fabrik von Oskar Schindler gibt es Überreste des Konzentrationslagers Plaszow anzuschauen und einen Aussichtspunkt mit Weitblick. Im Stadtzentrum erwartet den Besucher viel historische Architektur, romantische Pferdekutschen und Kulinarisches. Besonders am Abend, wenn die Sonne untergeht und die Lichter die Stadt beleuchten, hat die Stadt ein tolles Flair. Krakau wird mir auch besonders in Erinnerung bleiben, weil ich tanken war und wenige Meter nach dem Tanken das Auto sein Geist aufgab. Die gelbe Banane wollte nicht mehr. Weiter unten die ganze Geschichte.

Über Polen hatte ich die üblichen Witze gehört, aber nichts davon hat sich bewahrheitet. Ich habe Polen als ein sehr sehenswertes und weltoffenes Land kennengelernt.

  

Krakau und Plaszow in Bildern:







Der Taubenflüsterer hatte eine besonders gute Beziehung zu seinen gefiederten Freunden. Es schien so, als kannte er jede Taube persönlich und hatte einen besonderen Draht zu Ihnen. Wer ihm ein paar Cent gab, erhielt etwas Futter und dann hatte man ganz viele Tauben auf sich sitzen.





Ein Highlight für viele Besucher. Der Glockenschlag:














Oskar Schindlers Fabrik am Abend. Ein sehr denkwürdiger Ort.








Hoch oben, vom Krak-Hügel aus, hat man einen herrlichen Blick über Krakau. Die Überreste des ehemaligen Konzentrationslagers Plaszow sind gleich in der Nähe.




Auf dem folgenden Foto ist der ehemalige Steinbruch, in dem ein Teil von "Schindlers Liste" gedreht wurde, zu sehen. Inzwischen ist er zu einer Wildnis geworden. Hier wurden die einprägsamsten Lagerszenen gedreht. Wer auf Entdeckungsreise gehen möchte, kann den mit Grabsteinen gepflasterten Weg noch finden. 




Vom ehemaligen Konzentrationslager Plaszow ist nicht mehr viel zu erkennen, aber es ist trotzdem sehr interessant auf Spurensuche zu gehen. Das ehemalige Konzentrationslager erstreckt sich auf einer großen Fläche. Auf der einen Seite das Stadtleben, auf der anderen eine ruhige Fläche mit Blick in die Vergangenheit. Ein paar wenige Hinweisschilder geben Infos, was hier einst grausamer Alltag war. Ein komisches Gefühl zu erkennen, was hier passiert ist vor nicht all zu langer Zeit.













Schon komisch die alten Gräber zu sehen, die keiner mehr pflegt,
weil keiner übrig geblieben ist, der sie pflegen kann.


 

Die frisch angetretene Reise war in Krakau abrupt vorbei, weil ich den falschen Zapfhahn benutzte. Ich hatte bezołowiowa benzyna getankt, statt Diesel. Ein fataler Fehler. Ich fuhr aus der Tankstelle raus und auf die Schnellstraße. Nach nur 20 Metern ruckelt der gelbe Bus und ich ahnte sofort was das bedeutete. Mir wurde heiß und ich dachte "Scheiße, das wars, man bin ich blöd". Ich sah in der Ferne eine große LKW Werkstatt, fuhr über eine rote Ampel um die letzten Meter noch zu schaffen. Insgesamt bin ich nur 2 Kilometer gefahren und rollte mit Motor aus auf dem LKW-Platz. Dort konnte Niemand Deutsch und nur ein Angestellter ein wenig Englisch. Mir wurde vermittelt, "Wir können ihnen leider nicht helfen, fahren sie bitte zu einer der Autohäuser in der Nähe". Mir war klar, dass ich keinen Meter mehr fahre, sonst ist der Motor hinüber. Die Herren der LKW Werkstatt telefonierten herum und besorgten mir einen Abschleppservice. Der kam recht schnell und konnte nur polnisch. Der junge Mann versuchte mir dank Onlineübersetzer am Handy zu erklären was er vor hat. Ich stimmte zu, Hauptsache es geht vorwärts. Nach einer abenteuerlichen Fahrt raus aus der Stadt in ein abgelegenes Dörfchen, kamen mir Storys über Polen in den Kopf und ich dachte mir "bald hab ich kein Auto mehr, nur noch ein Lenkrad". Auf der Fahrt musste der Bus auf dem Transporter mehr ertragen, als wenn ich selber gefahren wäre, so schnell fuhr der junge Mann über die huckelige Piste. Als wir an dem Privathaus ankamen stürmten Kinder und Erwachse auf uns zu und alle waren hektisch und legten los. Der eine werkelte an der Seite vom Auto, der andere vorn am Motorraum. Dann schrien sie sich etwas an, einer kam mit neuem Diesel und nach einer Stunde mitten im Nirgendwo lief die gelbe Banane wieder. Die Polen konnten kein Deutsch und Englisch, ich kein Polnisch. Durch EU-Roaming, Onlineübersetzer und vielen Euros weniger in der Tasche, konnte die Reise weiter gehen. Großer Dank an Dirk Mörchel aus Greiz, dass er mir den Kfz-Schutzbrief empfohlen hatte. Super schneller Service am Telefon und der Schutzbrief hat mir wirklich finanziell sehr geholfen.







 
Nach dieser Lehrstunde des Tankens, war ich froh und freute mich darauf Krakau weiter zu entdecken. Nach zwei Tagen in Krakau, ging es abends weiter Richtung Auschwitz. Polen entpuppte sich als ein sehr schönes Land. Beim Übernachten an einem Fluss hatte mich eine kleine Brücke in ihren Bann gezogen und wurde Opfer meiner Lichtspiele.











Am sonnigen Morgen zeigte sich die Brücke noch einmal in ihrer "ganzen Pracht" und wäre wahrscheinlich in Deutschland schon längst geschlossen worden. Dort konnte man durch fußgroße Löcher im Teer zum Wasser durchschauen.



Auf der Autobahn blickte ich nach links und schaute nicht schlecht, als mich ein Hund anschaute. Der fellige Beifahrer beobachtete den Verkehr ganz genau, so als wäre er ein Mensch. In Polen ist vieles möglich. Auch Hunde auf dem Beifahrersitz. Ich hätte es ja besonders toll gefunden, wenn er am Steuer gesessen hätte.



Nach Krakau ging die Reise weiter nach Auschwitz und abschließend in die Hohe Tatra.

2. Hier geht es zum Beitrag "Auschwitz"
 
  
 
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